Hummelgrundeln – Brachygobius doriae
 
(zum Vergrößern der Bilder draufklicken)
 
Im April 2006 kaufte ich mir 4 kleine Hummelgrundeln. Eine ist leider ein paar Monate später verstorben. Die 3 Verbliebenen sind ein Weibchen mit zwei Männchen.
 
Im Netz ist über diese kleinen Grundeln nicht sehr viel zu finden. Das meiste an Info sind nur kopierte Datenbankinformationen von diversen Zierfischseiten.
Oft werden sie mit der ähnlich aussehenden Brachygobius xanthozona verwechselt, welche man in Brackwasser halten sollte.
Die Hummelgrundel jedoch kann in reinem Süßwasser gepflegt und auch nachgezogen werden.
Die Grundeln sind in Südostasien und Indonesien beheimatet – Berichten zufolge wurden sie auch schon in Schwarzwasserbiotopen gefangen.
 
Haltung:
Ich halte meine Grundeln in hartem, nicht aufgesalzenem Leitungswasser.
Das Leitungswasser hat die Werte Kh 15, Gh 17 und Ph 7,3. Im Aquarium pendelt sich der ph-Wert auf 7,5 – 7,7 ein.
Vergesellschaftet werden sie bei mir mit Zwergkrallenfröschen, Garnelen und zur Aufzucht noch 3 kleinen L 316. Die Temperatur beträgt 28 Grad.
Das 45 Liter Aquarium wird mit einem Eck-HMF gefiltert und ist mit vielen Verstecken und Pflanzen ausgestattet. Von Vorteil sind auch kleine Höhle, worin die Hummeln dann ablaichen.
Wichtig ist gutes Futter, Lebend- und Frostfutter. Flocken o. Ä. wird nicht angenommen. Sehr gerne fressen sie auch Artemia Nauplien.
 Grundelweibchen
 
 
Verhalten:
Interessant ist ihr Sozialverhalten: Männchen wie Weibchen besetzen kleine Reviere so ca. 15 cm Radius, die sie gegen ihre Artgenossen verteidigen. Dabei sitzen sie gerne auf erhöhten Stellen wie einem Stein oder einer Wurzel und sobald ein Eindringling gesichtet wird, wird er mit Drohgebärden vertrieben. Ansonsten sind sie relativ schüchtern, man sollte sich dem Aquarium langsam nähern und nicht hektisch bewegen.
Grundelmann auf Wachtposten:
 
Zucht:
Bei mir haben Sie völlig überraschend am 8.2.2007 zum ersten mal in einer Welshöhle abgelaicht. Die Freude war natürlich groß. Ich habe aber den Fehler gemacht das Gelege in ein Aufzuchtbecken umzusiedeln. Nach 6 Tagen sind die kleinen auch geschlüpft – und danach leider verschwunden.
Grundelmann in Höhle:                  Larve:
    
Am 6.3.2007 haben sie dann erneut gelaicht. Leider unzugänglich in einer Wurzelhöhle. Nach 6 Tagen sind sie über Nacht geschlüpft und wohl gefressen worden.
 
Das dritte mal haben sie nun am 2.4.2007 gelaicht.
Diesmal hat das Weibchen mit dem anderen, unerfahrenen Männchen in eine meiner selbstgebauten Höhlen gelaicht. Kurz zuvor konnte ich so was wie eine verhaltene, schüchterne Balz beobachten. Leider waren die Eier am nächsten Morgen weg, und der Grundelmann verdächtig dick.
 
Es geht weiter:
Pünktlich wie ein Uhrwerk wurde in der Nacht auf 7.5.07 wieder gelaicht. Wieder mit dem selben Männchen, das das letzte mal das Gelege gefressen hat - diesmal bewacht er aber brav :)
Am 11.5.07 hab ich am Nachmittag die Höhle samt Gelege in eine im Becken hängende Tupperdose gegeben. Nachts sind sie dann geschlüpft.
Den ganzen 12.5.07 hüpfen die Larven wie kleine Jojos durchs Tupperdoserl.
Am 13.5.07 schwimmen sie nun frei. Sieht aus als wäre noch ein Dottersack vorhanden. Zur Sicherheit fütter ich schon mit Pantoffeltierchen.
 
Bericht wird fortgesetzt...
Am 18.5.07 sind sie mir leider alle eingegangen. Vermutlich ist das Wasser gekippt :(
 
Was aber noch schlimmer ist: Am 20.5.07 ist mir das Weibchen verstorben :( Sie hat sich zwischen Rück- und Seitenwand eingeklemmt und kam wohl nicht mehr heraus :(
Somit wird es hier wohl keine Fortsetzung mehr geben :(
 
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